Lars Kuonen

13/01/2020 // Gelungener Start ins neue Jahr

Nachdem ich Ende Dezember im Europa Cup Parallelslalom von Kronplatz (ITA) erstmals mit einem 9. Platz in die Punkte gefahren bin, ging es voller Selbstvertrauen ins neue Jahr. 

Am 5. und 6. Januar fanden im französischen Vaujany zwei Europacup-Slaloms statt. Wie bei jedem Rennen war ich mit Nummer 31 am Start. Die Piste war mit Wasser präpariert und in einem hervorragenden Zustand. Das erste Rennen verlief nicht ganz nach Plan: Kurz nach dem Start bin ich auf dem Innenski weggerutscht und habe dort viel Zeit liegengelassen, was mich leider nur auf Position 44 brachte. Ich wusste das mehr drin liegt ... Im zweiten Lauf konnte ich von vielen Ausfällen profitieren und fuhr schlussendlich mit einem soliden Lauf auf den 23. Platz. 
Der zweite Tag war deutlich besser. Ein guter erster Lauf und Position 25 bei Halbzeit. Den zweiten Lauf auf der deutlich schnelleren Kurssetzung bin ich leider zu brav und mit zu viel Sicherheit angegangen. Schade, denn ein Angriff nach vorne wäre wichtig gewesen. Schlussendlich beendete ich das Rennen auf Position 22 und war somit wieder in den Punkten. Ein gelungenes Rennwochenende. 

Anschliessend ging es direkt weiter nach Anzère, wo vier FIS-Rennen auf dem Programm standen. Der erste Riesenslalom war ein Herantasten, da ich seit meiner Rückkehr von Südamerika im September gerade einmal drei Tage auf den Riesenslalom-Skis verbracht habe. Am Ende des Tages war es nur ein 14. Rang. Der zweite Renntag verlief dann deutlich besser. Ich hatte viel mehr Vertrauen und ein gutes Gefühl auf den Skis. Mit Startnummer 2 lag ich bei Halbzeit auf dem 4. Rang. Dank einer fehlerfreien Fahrt und viel Angriff im zweiten Lauf, konnte ich das Rennen gewinnen und meine persönlich besten FIS-Punkte im Riesenslalom erzielen. 
Donnerstag und Freitag gab es noch zwei FIS-Slaloms. Im ersten Rennen lag ich bei Halbzeit auf Position 2 und bin leider im zweiten Lauf kurz vor dem Ziel ausgeschieden. Sehr ärgerlich, denn ein gutes Resultat wäre möglich gewesen. Am zweiten Tag wurde mir ein Einfädler bereits im fünften Tor zum Verhängnis. 

Weiter geht es nun am Dienstag mit einem FIS-Riesenslalom auf dem Hoch-Ybrig und dem Exhibiton Nachslalom in Crans-Montana am Mittwochabend. Dieser wird ab 17.15 und 19.15 Uhr live auf RTS und SRF übertragen. Ende Januar finden dann in Jaun die nächsten Europacup Slaloms statt.

16/12/2019 // Rückblick Davos und Vorbereitung auf nächste Woche

Anfang Woche bin ich in Davos zwei FIS-Rennen gefahren. Am Montag stand das erste Rennen, ein Riesenslalom, auf dem Programm: Da ich mich nach meiner Südamerika-Reise vor allem auf den Slalom konzentriert und seit September gerade einmal zwei Tage Riesenslalom trainiert habe, waren die Erwartungen nicht allzu hoch. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Nach dem 1. Lauf lag ich mit einer Sekunde Rückstand auf Platz 6 und konnte diesen in der Entscheidung im 2. Durchgang auch halten. Im zweiten Rennen, einem Slalom am Dienstag, ging ich mit Nummer 14 an den Start. Ein solider, aber etwas braver Lauf brachte mich auf Position 5 bei Halbzeit. Im zweiten Lauf nahm ich deutlich mehr Risiko auf mich, was sich aber leider nicht ausgezahlt hat, denn ich bin kurz vor dem Ziel weggerutscht und ausgeschieden. 

Nach dem Rennen ging es dann direkt Richtung Südtirol, genauer gesagt nach Pfelders. Hier bereite ich mich mit dem Europacup-Team auf die nächsten Slaloms vor, die nächste Woche in Pozza di Fassa, Obereggen und Kronplatz stattfinden. Die Bedingungen in Pfelders sind sehr anspruchsvoll, da die Piste mit viel Wasser präpariert wurde und somit extrem glatt ist. Diese Trainings sind extrem wertvoll und lehrreich.

28/11/2019 // Ich bin bereit !

Nach meinem 10-wöchigen Aufenthalt in Südamerika bin ich erstmals nach Ägypten in die Ferien geflogen, um meine Batterien wieder aufzuladen und noch etwas von unserem Sommer zu geniessen. Im Oktober habe ich meine Zeit hauptsächlich im Kraftraum verbracht, um mich optimal auf den europäischen Winter vorzubereiten. Anfang November war ich wieder zurück auf den Skiern. Ich konnte in Diavolezza trainieren und bestritt dort Mitte November zwei FIS-Slaloms. Die beiden Rennen sind nicht wie erhofft gelaufen und ich war nur mässig zufrieden. Besonders im sehr flachen Schlussteil der Piste habe ich viel Zeit verloren.

Nach den FIS-Rennen habe ich in Zinal trainiert. Die Bedingungen waren fantastisch. Weil sich die meisten Athleten dort auf die Riesenslalom-Rennen vorbereitet haben, konnte ich alleine Slalom trainieren - einfach perfekt.

Letzten Samstag bin ich dann nach Schweden geflogen, genauer gesagt nach Björnricke, ein kleines Skiresort fünf Autostunden von Stockholm. Dort habe ich mich mit dem B-Kader von Swiss-Ski auf die kommenden Europacup-Slaloms vorbereitet, die diesen Freitag und Samstag in Funesdalen stattfinden. Wir hatten drei sehr gute Trainingstage, auch wenn wir die Sonne praktisch nie sahen. Ich fühle mich gut und bin bereit für die nächsten zwei Tage.

26/09/2019 // Südamerikanische Verlängerung

Ich bin noch immer in Südamerika. Eigentlich war geplant, dass ich am 20. September mit meinen anderen 3 Kollegen in die Schweiz zurückfliege, doch Mitte September wurden in Chile Südamerikacup-Rennen abgesagt respektive ins Skigebiet Antillanca verschoben: ein Slalom und ein Riesenslalom. Da ich noch immer die Slalomwertung gewinnen kann, wollte ich unbedingt auch noch in Antillanca teilnehmen, wo heute der letzte Slalom stattfindet. Denn mit einem Sieg in der Gesamtwertung im Slalom kann man nachher das ganze Jahr mit der Nummer 31 im Europacup an den Start gehen. Das ist ja das Ziel unserer Reise gewesen … und wäre natürlich eine Riesenchance für die nächste Saison. 

Ich bin jetzt alleine hier in Antillanca. Die letzten zwei Monate habe ich ein paar Leute kennengelernt, die mir geholfen haben – sowohl Athleten als auch anderes Coaches. Deswegen war es auch kein Problem, hierher zu kommen. 
 

29/08/2019 // Mein Südamerika-Trip

Diesen Sommer verbringe ich zwei Monate in Südamerika, genauer gesagt in Argentinien und Chile. Wie es dazu kam: Da man es als Athlet ohne Kaderstatus nicht leicht hat, musste ich mir überlegen, wie, wo und mit wem ich mich auf die kommende Saison vorbereite. Rasch stiess ich auf das französische Privatteam Orsatus. Im Juni absolvierte ich zwei Trainingscamps mit Orsatus in Val d’Isère. Und dann ging die Reise nach Südamerika auch schon los. Mit dabei sind noch vier andere Schweizer Athleten und rund 25 etwas jüngere Franzosen. Diese bleiben aber nur einen Monat hier in Argentinien. Das Hauptziel des zweimonatigen Aufenthalts in Südamerika sind die SAC-(Südamerika Cup)-Rennen und das Disziplinen-Gesamtklassement. Gewinnt man diese Wertung, darf man in der kommenden Saison im Europacup mit der Nummer 31 an den Start!

Der erste Rennblock liegt jetzt hinter uns, darunter zwei von vier SAC-Rennen pro Disziplin sowie einige FIS-Rennen. Wir durften in Bariloche, El Bolsón & Chapelco Rennen fahren. Das Panorama und die Natur waren atemberaubend. Auch sportlich lief es ganz gut. Mit drei Podestplätzen und einem Sieg bin ich sehr gut in die Saison gestartet und zufrieden mit meiner Leistung. Aktuell befinde ich mich auf Platz drei der Slalomwertung. Nun haben wir eine kleine Rennpause und profitieren von den sensationellen Trainings- und Schneebedingungen hier in unserem Base Camp in El Bolsón. Danach geht es weiter nach Chile und Ushuaia für die letzten, entscheidenden Rennen.

Petit portrait

Geb. am 8.05.1995, 83 kg, 180 cm

Ski-Club: Brigerberg

Trainingsgruppe: kein Kaderstatus

Trainer:

Beruf: KV-Lehre 2016 abgeschlossen, seitdem fahre ich Vollzeit Skirennen

Beste Resultate 2018/19: Sieg der Slalom-Gesamtwertung Südamerika Cup; 1. Rang SAC Slalom Antillanca, CHI; 1. Rang FIS-Slalom El Bolsón, ARG; 1. Rang FIS-Slalom Val d'Isère, FRA; 2. Rang SAC Slalom Cerro Catedral, ARG; 3. Rang FIS-Slalom Davos

FIS-Punkte am 1.10.2019: 22.78 Slalom (Weltnummer 100), 37.01 Riesenslalom, 61.64 Super-G

Ziele für die Saison 2019/20: Aufstieg ins B-Kader

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